Gebäude-TÜV stoppen! DIN-Pläne dürfen nicht Realität werden
Haus & Grund Bremen kritisiert geplante neue DIN-Norm scharf
„Seit Jahren bemüht sich die Wohnungspolitik in Deutschland um bezahlbaren Wohnraum. Dabei ist der Abbau unnötiger Normen und Vorschriften zwingend notwendig. Trotzdem ist jetzt offensichtlich eine neue DIN-Norm für einen Gebäude-TÜV in Planung“, kritisiert der Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V., Ingmar Vergau.
Der Haus & Grund Landesverband äußere scharfe Kritik an der geplanten neuen DIN-Norm für einen Gebäude-TÜV, so Vergau. „Wir fordern das Deutsche Institut für Normierung auf, diese Pläne umgehend und vollständig aufzugeben. Wir brauchen keine weiteren Normen, die das Wohnen verteuern.“
„Das DIN sollte stattdessen seine Verantwortung für bezahlbares Wohnen ernst nehmen und dafür sorgen, dass überflüssige Normen gestrichen werden, damit das Wohnen in Deutschland bezahlbar bleibt und wieder rentabel gebaut werden kann. Wir brauchen dringend neuen Wohnraum und es muss für jeden privaten Eigentümer möglich sein, den vorhandenen Wohnraum wirtschaftlich vertretbar in Stand zu halten“, fordert Vergau.
Die geplante neue DIN-Norm 94681 zur „Verkehrssicherheitsüberprüfung für Wohngebäude“ durch das DIN Gebäude-TÜV fordert beispielsweise jährliche Kontrollen von Balkonbrüstungen, Treppengeländern oder Dachrinnen. „Diese Vorschläge sind nicht tragbar.
Die Nebenkosten des Wohnens steigen schon heute deutlich stärker als die Nettomieten. Ein weiterer Gebäude-TÜV wird das Wohnen unbezahlbar machen“, prognostiziert Vergau.
Vergau weist darauf hin, dass sich Haus & Grund und die Immobilienwirtschaft bundesweit seit Jahren Gedanken darüber macht, wie sich das Bauen und Wohnen durch den Abbau unnötiger Gesetze, Verwaltungsvorschriften und Bürokratie wieder bezahlbarer gestalten lässt. „Ein deutliches Anliegen in diesem Zusammenhang ist die Entschlackung der Bauvorschriften von überflüssigen DIN-Normen. Vor diesem Hintergrund geht der neue DIN-Vorstoß absolut in die falsche Richtung. Wir brauchen deutlich weniger, als mehr Regulierung in Deutschland.“