Senatorin für Jugend fördert die Gefährdung von Kindern durch giftige Lacke
„Während sich das Bündnis gegen Farbvandalismus mit dem Senator für Inneres Gedanken über die Eindämmung der Verschandelung der Stadt durch Farbschmierereien macht, lockt die Senatorin für Soziales und Jugend mit ihrem Osterferienangebot Kinder ab 10 Jahren an die Spraydose, um diese schon von klein auf zu Farbvandalistinnen und Farbvandalisten ausbilden zu lassen“, kritisiert Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Haus & Grund Landesverband Bremen e.V., der im Bündnis gegen Farbvandalismus aktiv ist. Das könne man nicht nur als Affront gegen das in Bremen aktive Bündnis gegen Farbvandalismus bezeichnen, das von einer breiten Mehrheit der Bürger getragen werde, es sei auch eine bewusste Gefährdung der Kinder dieser Stadt, wundert sich Vergau.
„Vor dem Hintergrund, dass mittlerweile bewiesen ist, dass das Sprayen mit Lacken, wie sie unter anderem von der Graffitiszene genutzt werden, gesundheitsgefährdend ist, ist dieses Osterferienangebot der Senatorin höchst bedenklich. Graffiti-Lacke sind sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit schädlich. Die verwendeten Lacke enthalten in der Regel giftige Chemikalien und Lösungsmittel, die beim Einatmen oder Hautkontakt negative Auswirkungen auf den Körper haben. Außerdem reizen die Dämpfe und Aerosole beim Sprühen die Atemwege und führen zu Atembeschwerden. Sie können Asthma und Reizungen der Augen sowie der Haut auslösen“, warnt der Haus & Grund Geschäftsführer.
„Aus einer Antwort auf eine große Anfrage der FDP im vergangenen Jahr geht hervor, dass im Jahr 2022 626 Fälle von Sachbeschädigung durch Graffiti in der polizeilichen Kriminalstatistik der Stadt Bremen registriert wurden. 2023 waren es 956 Fälle. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Fälle liegt schätzungsweise im deutlich vierstelligen Bereich. Der finanzielle Schaden, der den Bürgern dieser Stadt entstanden ist, ist immens. Farbvandalismus muss bekämpft nicht gefördert werden“, fordert Vergau.
„Frau Dr. Schilling, schützen Sie die Kinder und die Gebäude dieser Stadt vor Schäden und streichen Sie Ihr Osterferienangebot. Nutzen Sie unsere Steuergelder für sinnvolle Beschäftigungen der Kinder! Fördern sie die körperliche Bewegung mit Sport- und Spielangeboten. Unterrichten Sie die Kinder, wie man die Stadt sauber und wohnlich hält", appelliert Vergau an die die Senatorin für Soziales und Jugend in Bremen.